Pädagogische Standards der Hans-Wendt gGmbH

Pädagogische Qualitätsstandards

Das Berliner Eingewöhnungsmodell

Die Eingewöhnung für Eltern und Kinder unter drei Jahren gestalten wir nach dem Berliner Modell. Die tägliche Betreuung, Erziehung und Bildung wird dem Kind durch eine ihm vertraute PädagogIn gewährleistet. Diese baut eine verlässliche, vertrauensvolle und emphatische Beziehung zu dem Kind auf. Die PädagogIn informiert die Eltern vor der Aufnahme des Kindes über die Bedeutung der Eingewöhnung und beteiligt sie an der Gestaltung und Umsetzung.

Lern- und Entwicklungsdokumentation (LED)

Die LED wird mit jedem Kind während der gesamten Kindergartenzeit geführt. In dem Portfolio sammelt das Kind seine ihm wichtigen Daten, Ereignisse und Geschichten. Die PädagogIn beobachtet und dokumentiert mit den Instrumenten und nach den Grundsätzen der bremischen Lern- und Entwicklungsdokumentation. Sie führt mit dem Kind das Portfolio und geht mit dem Kind in einen Dialog über dessen Erlebnisse, Erfahrungen, Lernschritte und Lernwege und regt es zur Reflektion an.

Altersintegrierte Sprachförderung -Bildung

Die sprachliche Bildung aller Kinder sehen wir als eine Querschnittsaufgabe im pädagogischen Kinderhausalltag. Die pädagogischen Fachkräfte nutzen hierfür alle Alltagssituationen zur sprachlichen Förderung. Die kindlichen Sprachbildungsprozesse werden systematisch und methodisch erkannt, begleitet, unterstützt und gefördert. Dies gewährleisten wir im begleiteten Freispiel, Frühstück, Morgenkreis, bei pädagogischen Angeboten, Abschlusskreis und Mittagessen. Der alltagsintegrierte Ansatz bietet in jeder Situation in der Kita eine Sprachlernsituation für das Kind: Es erweitert seinen Wortschatz, lernt neue Sätze und Satzkonstruktionen (grammatisches Wissen): Es lernt Selbstwirksamkeit, die eigenen Stärken und Begabungen kennen. Es lernt über sich zu sprechen.

Language Route

 Die Language Route besteht aus den beiden wichtigsten Bausteinen alltagsorientierter Sprachförderung: Optimierung der alltäglichen Kommunikation zwischen Erzieher/Innen und Kindern. Dialogisches Bilderbuchlesen in Groß- und Kleingruppen - im Language Route-Konzept innovativ eingebettet in den sog. Vorlesezyklus. Diese beiden Grundpfeiler werden in der Language Route durch verschiedenste Techniken und Aktivitäten ergänzt, erweitert und vertieft. Ziel ist es, den Spracherwerb aller Kinder in der alltäglichen Kommunikation zu unterstützen und bei Bedarf zu fördern.

Das Bremer Sprachförderprogramm "Sprachschatz"

Kinder mit entsprechender Förderindikation (Cito-Test) werden vor der Einschulung von einer qualifizierten SprachförderIn in einer Kleingruppe gefördert.

 Das Programm "Würzburger Training"

Sprachprogramm zur Vorbereitung auf die Schriftsprache. Das Trainingsprogramm besteht aus Spielen und Übungen zu sechs verschiedenen Bereichen, die inhaltlich aufeinander aufbauen und das Ziel verfolgen, dem Kind einen Einblick in die Struktur der gesprochenen Sprache zu verschaffen. Jeder der sechs Trainingseinheiten beinhaltet sieben bis fünfzehn verschiedene Sprachspiele (z.B. Reimen, Silben klatschen, Worte und Sätze unterscheiden, Lauschen), wobei im Programmablauf besonderen Wert darauf gelegt wird, Spiele, die aufmerksames Zuhören verlangen, mit Bewegungsspielen abzuwechseln.

Morgenkreis

Hier treffen sich die Kinder einer Stammgruppe, um gemeinsam den Tag zu besprechen und zu planen. Singspiele, Bücherlesen und Geschichten erzählen bieten den Rahmen für ein Zusammenleben in der Gemeinschaft.

Faustlos

Ein Programm zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und zur Gewaltpräventation für den Kindergarten, das impulsives und aggressives Verhalten von Kindern im Vorschulalter verhindern und ihre sozial-emotionale Kompetenz steigern soll. In insgesamt vier Einheiten wird auf spielerische Art über Gefühle gesprochen, ein konstruktives Miteinander geübt und werden in vielen kindgerechten Gesprächen und Rollenspielen gemeinsam Lösungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen erarbeitet.

Projektarbeit

Bedeutet für uns, dass sich alle Kinder und Pädagogen an der Projektarbeit beteiligen. Die Entwicklung von Kindern wird unter sozialökologischen, soziokulturellen und inklusiven Aspekten betrachtet. Die Planung und Durchführung des Projektes bilden eine Einheit und sind handlungsorientiert. Während der Projektzeit ist die wöchentliche Angebotszeit ausschließlich für das Projekt eingeplant. Die Projektarbeit findet jedes Jahr über einen Zeitraum von sechs-acht Wochen statt. In der Regel wird drei bis vier Tage wöchentlich am Thema gearbeitet.

Schul-AG

Wir unterstützen die Kinder beim Übergang in die Schule und fördern die Entwicklung ihrer Ressourcen und Kompetenzen. Die Schul-AG orientiert sich an den kognitiven, personalen, lebenspraktischen, sozialen und motorischen Basiskompetenzen. Diese Kompetenzen sind Eigenschaften, die zur Lebensbewältigung und zu einem lebenslangen Lernen befähigen. Das Ziel in der Schul-AG ist, das Erfragen und Hinterfragen, wie und wo Informationen zu beschaffen sind, gedankliche Verknüpfungen von Informationen zu Zusammenhängen machen, Hypothesen aufstellen und diese durch praktische Erfahrungen reflektieren. Nach den Osterferien beginnt für die angehenden Schulkinder dreimal in der Woche die Schul-AG-Zeit. In dieser Zeit werden möglichst alle angewählten Schulen besucht.Die Schul-AG endet mit der Schulkinder-verabschiedung vor den Sommerferien 

Die Lernwerkstatt

Die Lernwerkstatt ist ein Angebot für alle Kinder, die noch nicht die Schule besuchen werden, und wird zeitgleich zur Schul-AG angeboten. Die Lernwerkstatt greift in unterschiedlichen Bereichen, z.B. Naturwissenschaften, Mathematik, Technik, Sprache und Schrift die Fragen der Kinder auf. Eine vorbereitete Umgebung in der Struktur von Spiel- und Lernstationen motiviert zum Entdecken, Forschen, Experimentieren und regt zum ganzheitlichen Lernen an. Die Materialien und die Haltung der PädagogIn ermöglichen intensive Selbstbildungsprozesse der Kinder.

Theaterarbeit

In Zusammenarbeit mit Kolleginnen des Improvisationstheaters in Bremen wurde eine Form der Theaterarbeit in den Kinderhäusern der Hans-Wendt gGmbH etabliert. Nach den Herbstferien steht während der Angebotszeit die Theater-AG zunächst für alle Kinder offen. Die Kinder erfahren etwas über unterschiedliche Darstellungsformen innerhalb des Theaterspiels und entscheiden sich nach einigen Tagen, ob sie ein festes Mitglied der AG werden möchten. Die Kinder entwickeln ein eigenes Theaterstück, verteilen die Rollen und "schreiben" das Drehbuch.