Lämmerfest - Ein Tag für den süßen Schaf-Nachwuchs

Naturpädagogin Friederike Reinsch hielt das noch namenlose Osterlämmchen während des Festes auf dem Arm. (Sabine von der Decke, Text/Bildquelle: Wümme Zeitung)

Am Sonntag den 12. Mai wurden auf dem Farmgelände der Hans-Wendt-Stiftung die beiden zu Osterzeit geborenen kleinen Lämmer mit einem eigens für Sie ausgerichteten „Lämmerfest“ in der Hans-Wendt Familie willkommen geheißen.

Derzeit leben auf dem Borgfelder Farmgelände sieben Leineschafe. Mit dem Nachwuchs aus diesem Jahr hat sich die Herde um zwei weitere Exemplare der Hausschafrasse vergrößert. Wir sind besonders stolz, dass der Bestand der vom Aussterben bedrohten Nutztierrasse bei uns gesichert ist.

Zu diesem freudigen Ereignis, übrigens eine Idee der Naturkindergruppe, stand einiges auf dem Plan:

Während des Lämmerfestes gingen die Kinder nicht nur auf Namenssuche, sondern suchten unter Anleitung von Lars Schubert im Wildkräutergarten der Farm nach Kräutern, die auch Schafe zum Fressen gerne haben. Gänseblümchen, Schafgarbe, Gundermann und Brennnesseln stehen auf deren Speiseplan ganz weit oben. Schubert hatte eine Wildkräuterlimonade vorbereitet, um den Kindern den Geschmack dieser Kräuter nahezubringen.

Neun Fragen gab es für echte Schafsexperten im Schafsparcour über die Lebensweise und Biologie der Tiere zu beantworten. An Handkarden und Kardiermaschine konnten die Besucher die von den Mitarbeitern gewaschene Rohwolle von Leineschaf Frieda und ihrer Herde kämmen. Mit der kardierten Wolle ging es dann zum Filzen kleiner Wollkugeln und Basteln von Schafsanhängern.

Bislang sammelte das Farmteam die Wolle der Farmschafe auf dem Dachboden für den Einsatz bei Kinderaktionen. „Es hängt viel Arbeit dran“, erklärte Friederike Reinsch. Und die Wolle der zur Landschaftspflege gezüchteten Fleischrasse sei nicht besonders weich, so dass sie sich für das Stricken von Pullovern nicht so besonders eigne.

Die Pflege und die Versorgung der Farmtiere und damit auch der Schafe liegen zurzeit komplett in den Händen des Teams der Kinder- und Jugendfarm wie auch die der Hauswirtschaftsklasse der Hans-Wendt-Stiftung. Eigentlich aber wäre es eine schöne Idee, wenn Schulklassen und Kindergärten regelmäßig mit anpacken würden, so die Naturpädagogin Friederike Reinsch. Das aber sei zurzeit vom Farmteam personell noch nicht leistbar. Trotz alledem könnten sich interessierte Klassen und Kindergartengruppen gerne melden. Wer weiß, was die Zukunft so bringt!

(Textquelle: Wümme Zeitung)